Der Roman ist um ein Wochenendhaus in Vogelsang in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Die Erzählerin erwirbt es gemeinsam mit ihrem Mann und nutzt es mit den beiden Kindern aus früheren Beziehungen sowie einem gemeinsamen Kind als Ferien- und Wochenendhaus.
So wie ein Wochenendhaus nicht dauerhaft bewohnt wird, gibt es auch in diesem Roman keine durchgehende Handlung. Unterschiedlichste Ereignisse und Begegnungen rund um das Haus wechseln sich mit Rückblicken auf die Familiengeschichte ab. Dazwischen wird von der Renovierung des Hauses sowie von den Höhen und Tiefen des Landlebens berichtet – etwa vom Kampf gegen die Wühlmäuse.
Einerseits stehen die Begegnungen mit den Menschen der benachbarten Datschensiedlung im Mittelpunkt, insbesondere mit Paul, dem Vorsitzenden des Datschenvereins. Andererseits schildert die Erzählerin zufällige Begegnungen mit Menschen, die einen längst aufgegebenen Campingplatz suchen oder einfach etwas Zeit am See verbringen möchten. Das Spektrum reicht von einer Biologin, die Blutegel für Forschungszwecke züchtet, bis hin zu einem Jugendlichen, der aus einem Waisenhaus weggelaufen ist.
Auch die Eltern der Erzählerin sowie Onkel Walter und Tante Hupfi – mit der Familie nicht verwandt – sind Teil der Geschichte. Über den Ehemann erfährt man dagegen vergleichsweise wenig. Die Beziehung hält nicht, ebenso wenig wie der Besitz des Wochenendhauses. Bereits zu Beginn wird deutlich, dass das Haus verkauft werden wird: „Haus, ich verkaufe dich.“
Alleinruhelage ist ein Rückblick auf ein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Die eigene Geschichte wird mit Erzählungen über das Wochenendhaus, die Bewohner:innen der Datschensiedlung und verschiedensten Ereignissen und Begegnungen verwoben.
Eva Menasse wurde in 1970 in Wien geboren. Sie ist die Tochter des Fußballspielers Hans Menasse und war ehemals Journalistin.