Eine unglaublich anmutende Geschichte, die jedoch auf wahren Begebenheiten beruht .
Im Zentrum steht der 19jährige Zac Brettler, der sich durch den Sturz vom Balkon eines luxuriösen Hochhauses das Leben nimmt. Die Leiche wird erst nach einigen Tagen am Ufer der Themse entdeckt.
Die Eltern zweifeln am Selbstmord und verlangen Aufklärung von der Polizei. Dabei entdecken sie jedoch, dass ihr Sohn sich eine zweite Identität erschaffen hatte: Er gab sich als Sohn und Erbe eines reichen russischen Oligarchen aus und suchte gezielt Zugang zu den Superreichen der Stadt. Auf diese Weise kommt er auch mit Kriminellen und Gangstern in Kontakt.
Zwar hatten die Eltern die Veränderungen ihres Sohnes in den letzten beiden Jahren bemerkt und ihn zu einer Therapie gedrängt, doch diese zweite Identität ist für sie ein Schock. Wie konnte ihr Sohn nur in diese Welt hineingeraten? Waren es die Privatschule oder das Internat, die ihm den Zugang zu den Superreichen ermöglichten?
Patrick Radden Keefe beschreibt neben der tragischen Geschichte von Zac Brettler auch den Wandel Londons von einer ehemaligen Hafenstadt zu einer Metropole der Finanzindustrie und der Superreichen – mit all ihren Schattenseiten.
Eine sehr packende Geschichte. Die Schilderung der Veränderungen Londons liest sich stellenweise wie ein Sachbuch. Doch vor allem die Geschichte von Zac und seiner Familie berührt. Die Fragen, die sich die Eltern stellen, was sie hätten anders machen können, sowie die Selbstvorwürfe, mit denen sie kämpfen, sind nachvollziehbar.
Klare Leseempfehlung!
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